Pappboot-Rennen? Was ist das denn? Die ältesten ermittelbaren Eintragungen zum Thema Pappbootrennen stammen aus dem Jahr 1994 in welchem anlässlich des Neuhäuser Hafenfestes das vermutlich erste Pappbootrennen auf deutschem Boden stattfand. Erst in den letzten Jahren entwickelte sich das Pappbootrennen zum Massenevent und dient bei vielen Veranstaltungen rund ums Wasser zur zusätzlichen Unterhaltung des Publikums.
Die Regeln für Pappbootrennen legt mangels eines nationalen oder gar internationalen Pappboot-Regelwerks der jeweilige Veranstalter selbst fest. Bei Allen von uns überprüften Reglements ist jedoch das Pappboot meistens aus Pappe :-) Zur Erhöhung der Fahrbarkeit über Wasser wird das Pappboot gerne mit einer Kunststofffolie überzogen (meistens Verpackungsfolie). Es gibt aber durchaus auch völlig freie Pappboot-Rennen in denen das Pappboot weitestgehend frei von Vorschriften gebaut werden kann.
Tauchendes Pappboot in Lippstadt 2010
Zu den Autragungsorten und -arten fanden wir folgende Varianten:
Der Pappboot Massenstart von Land
Der Teilnehmer schiebt sein Pappboot gleichzeitig mit allen anderen Startern von der Seite in den Fluss oder ins Hafenbecken. Bei dieser Pappboot-Variante kommt es, in erster Linie auf den Spaß der Teilnehmer und die Unterhaltung des Publikums an. Viele Pappboote sinken schon auf den ersten Metern ein objektiver Leistungsvergleich ist meistens nicht möglich.
In Lippstadt geht das Pappboot im Einzelstart in die Stromschnellen
Der Pappboot-Massenstart aus dem Wasser
Der Teilnehmer befindet sich auf oder an seinem Pappboot bereits im Wasser an einer gedachten Startlinie. Alle Teilnehmer befinden sich mit ihrem Pappboot auf gleicher Höhe und starten zeitgleich. Nachteil hier ist, dass die meisten Pappboote auf dem Weg zur Startaustellung bereits gesunken sind. Diese Variante funktioniert als Wettkampf nur mit verhältnismäßig professionellen Pappboot-Teams. Am Start muss das Pappboot durch ein Schleusentor der Burgmühle in Lippstadt Der Einzelstart des Pappboots (meistens aus dem Wasser)
Diese Pappboot-Variante ist nach unserer Ansicht die sportlichste. Jedes Pappboot startet einzeln und durchläuft einen Parcours bzw. eine begrenzte Rennstrecke. Dabei ist es durchaus üblich, dem Pappboot und seinem Piloten das Durchfahren von Stromschnellen zuzumuten. Diese Variante ist meistens sehr zeitaufwendig, ist aber sehr wettkampfnah. Nach dieser Regel starte auch das Pappbootrennen in Lippstadt.
Durch den Lippstädter Stangenwalt kam unser Pappboot als 8tes von ca 50 Startern ins Ziel.
Unser Tipp zum Pappboot
Macht euch vorher einen Plan wie das Pappboot aussehen soll und legt einen Pappboot-Konstrukteur fest. Wenn die Zeit es erlaubt: Probebauen. Das Wichtigste beim Pappboot ist Stabilität und Dichtigkeit.
Dank stabilem Pappboot kommt Lippstadt Bürgermeister Sommer auf einen guten Platz